DJ Akira ist eine Legende der tschechischen Drum-&-Bass-Szene mit einer Karriere von über 28 Jahren. Fans in ganz Europa kennen ihn von seinen Live-Sets! Er ist auch im Alltag ständig von Musik umgeben – zum Beispiel dank seiner LAMAX-Kopfhörer. Wir haben mit ihm über seine Anfänge, Trackauswahl, Technik und das Leben abseits des DJ-Pults gesprochen.
1. Wie bist du zum DJing gekommen, und was hat dich in den 90ern am meisten beeinflusst?
„In den 90ern hat mich die Musik komplett übernommen. Vor allem elektronische Musik, mit verschiedenen Fusionen aus Jazz, Hip-Hop, Reggae und Dub. Diese Obsession mit Trip-Hop, Breaks und Jungle führte dazu, dass ich 1998 in England entdeckte, wie viel Vinyl für DJs veröffentlicht wurde. Das Lustige ist, ich wollte anfangs gar nicht DJ werden, aber ich hatte ein paar geniale Tracks auf CDs und Platten, und die Leute meinten immer wieder, ich solle sie irgendwo auflegen … dann ging alles ganz schnell :)“
2. Was hält dich bis heute beim DJing?
„Es ist seit 28 Jahren mein Leben, ich lebe es 24/7. Auch wenn es oft wirklich hart ist, bin ich für jeden Tag dankbar, den ich dem widmen kann. Gesegnet.“
3. Wie wählst du Tracks für deine Sets aus? Hast du einen klaren Prozess, oder gehst du nach Energie?
„Das hängt von vielen Dingen ab. Jeder Track hat seine Zeit und seinen Platz, und es liegt an mir, ob ich Teil davon sein möchte oder nicht. Manchmal bereite ich mich überhaupt nicht auf meine Gigs vor. Ich habe rund 1000 Tracks verschiedener Stile im Gepäck und entscheide spontan je nach Stimmung. Ich spiele gerne Musik auch an Orten, wo man sie normalerweise nicht hören würde. Ich gehe in eine andere Richtung als der Großteil der Szene. Sonst würde es mir keinen Spaß machen.“

4. Wie wichtig sind Kopfhörer für dich bei der Vorbereitung eines Sets?
„Absolut essenziell. Aber ehrlich gesagt kann man dank moderner Technik auch ohne sie auflegen. Ich bin und bleibe Team Kopfhörer :)“
5. Kann hochwertiger Sound deine Sichtweise auf einen Track verändern?
„Definitiv. Ob gute Kopfhörer, Studiomonitore oder eine Soundanlage – sie offenbaren immer viele versteckte Details in den Tracks. Das ist das Beste daran!“
6. Du trägst LAMAX-Kopfhörer auch abseits der Bühne. Wann benutzt du sie normalerweise, und was gefällt dir an ihnen im Alltag?
„Ja, ich nutze seit fast einem Jahr nichts anderes mehr außerhalb des DJings. Die High-Comfort-Modelle nutze ich zu Hause, die Noise-Comfort-Modelle im Fitnessstudio. Ich kann es kaum glauben, dass sie immer noch halten und problemlos funktionieren, obwohl ich sie wöchentlich ‚misshandle‘. Die Stahlbügel reisen mit mir um die ganze Welt. Mir gefällt, dass sie fantastisch klingen und etwa ein Sechstel vergleichbarer Kopfhörer kosten. Ich liebe auch das Design, das sagt eigentlich schon alles.“
7. Wie hat sich die DJ-Technik im Laufe deiner Karriere verändert?
„Es ist eine völlig andere Welt und entwickelt sich ständig weiter … Von Kassetten und Plattenspielern sind wir zu Technik übergegangen, von der wir nicht einmal zu träumen wagten – Player, die wie Plattenspieler funktionieren, USB-Setups, kabellose DJ-Kopfhörer und vieles mehr.“

8. Glaubst du, Technik hilft DJs heute mehr, oder macht sie sie eher faul?
„Sie hilft definitiv. Heutzutage kann es fast jeder machen, aber die Leute sind nicht dumm und erkennen Qualität. Beim DJing geht es um viel mehr als nur Technik :)“
9. Hast du ein Ritual vor einem großen Set?
„Ja, ich werde immer nervös :D Ich weiß nicht, ob es Demut, Anspannung oder Angst ist. Aber es ist immer da, auch nach 28 Jahren.“
10. Was läuft heute in deinen Kopfhörern?
„Jakub Nobody hat mir den Tag versüßt. Ich habe sein komplettes Set von Addict x Rinse bekommen und höre es gerade. Ich freue mich riesig darüber.“
11. Wie sieht dein idealer Tag aus, wenn du nicht hinter dem DJ-Pult stehst?
„Ein idealer Tag? Aufwachen in Paris oder Berlin, etwas Gutes essen und dann den ganzen Tag durch die Stadt streifen und entdecken. Oder noch besser: irgendwo am Meer entspannen, mit Kopfhörern unter einem Sonnenschirm am Strand.“
12. Hast du noch DJ-Träume?
„Ich bin schon ein alter Hase :D, also habe ich wahrscheinlich keine Träume mehr, aber ich würde trotzdem gerne ein Set bei BR, HOR, KEEP HUSH, LOT Radio, Kiosk spielen, und ich würde gerne als DJ ins KitKat in Berlin zurückkehren. Natürlich freue ich mich über jeden guten Gig, egal wo.“


















